Photovoltaik-Angebote

Die Preise für Photovoltaik Panels sind im Moment ganz unten (trotz Strafzoll auf chinesische Module). Deshalb ist es an der Zeit die ökonomischen Aspekte zu prüfen. Auf unserem Dach ist viel Platz, aber rentiert es sich auch? Die Einspeisevergütung ist ja drastisch gesunken. Aktuell um die 13 ct/kWh. 

Heute waren 2 verschiedene Firmen im Haus um sich das Dach und die Gegebenheiten anzuschauen, um ein entsprechendes Angebot erstellen zu können. Ich bin gespannt.

Ziel der Photovoltaik Anlage:

  • Verringerung der Kosten auf Dauer (steigende Strompreise)
  • Unabhängigkeit bei Stromausfällen
  • Ökologisch sinnvoll (BIO)

Rahmenbedingungen für das Projekt:

Wir möchten nicht das ganze Dach mit Modulen zupflastern, sondern noch Spielraum für evtl. Fenster oder Gauben freilassen. Unsere Entscheidung viel deshalb auf eine Panelreihe ganz oben am First und eine Panelreihe knapp oberhalb des Schneefangs. Eine Reihe sind 16 Module.

Der Haushaltsstromverbrauch liegt bei ca. 2500 kWh / Jahr. Das ist für unser großes alleinstehendes Einfamilienhaus ganz in Ordnung. Für den Wärmestrom (Wärmepumpe) werden auch noch einmal 2500 kWh/Jahr benötigt. Verbesserungen und Optimierungspotential ist natürlich immer vorhanden.

Als Heizung und Warmwasserbereitung haben wir eine 2 Jahre alte Erdwärmepumpe im Einsatz.

Die Verlegung der Kabel vom Dach zum Verteilerschrank ist auch geklärt. Es gibt ein entsprechendes Leerrohr vom Dach zum Verteilerschrank.

Fragen zur Photovoltaik:

Wie hoch ist die Leistung der Module im Winter?
Laut Aussage ist die Leistung sehr, sehr gering. 

Wie sieht es beim Wechselrichter mit Drehstrom aus?
Die Wechselrichter haben entsprechend 3 Pole um den Drehstrom abzunehmen. 

Wie sieht es mit der Garantie aus (in letzter Zeit gehen ja regelmäßig deutsche Anbieter in die Insolvenz)?
Garantie für den Wechselrichter ist 5 Jahre. Auf Module gibt es eine Garantie für 20 Jahre. Der Anlagenbauer gibt 5 Jahre Garantie. Für eine Versicherung muss man pro Jahr ungefähr mit 30 Euro rechnen. Sollte der Modul- oder Wechselrichterhersteller Pleite gehen, hat man Pech. Wenn der Anlagenbauer in die Insolvenz gehen, hat man immer noch die Garantie des Herstellers.

Wie groß sollte eine Photovoltaik Lösung sein? 
Es wird immer in kW Peak gerechnet. Diesen sollte man ungefähr mit 1,5 des benötigen Jahresbedarfs berechnen.

Weitere Fragen:

Wechselrichter (selbstgeführt, Wirkungsgrad >97%, 3 Phasen?)?
Auswertung (Internet)?
10% ohne Vergütung; 30/70 Einspeisung?
Poly-/Mono-Module?
Level im Winter?
Versicherung?
Wartung?
Sonstige Kosten?
Auswirkungen von Verschattung?
Was macht die Firma sonst noch?

Fazit der Gespräche:

Die von mir anvisierte Lösung mit einer Batterie für die Speicherung zum Eigenverbrauch wird von den Firmen als unökonomisch bezeichnet. Hier muss wohl in den nächsten Jahren noch etwas an der Menge gearbeitet werden, damit die Preise für die Batterien sinken um es rentabel zu machen.

Ansonsten warte ich jetzt auf die Angebote der Firmen um dann zu entscheiden wie weitergemacht wird und ob das Projekt umgesetzt wird.

Ein weiteres Ergebnis der ersten Gespräche ist auch, das man in 2 Jahren noch einmal prüfen muss, ob es inzwischen rentable Batterielösungen gibt.

Photovoltaik-Angebote

Nick Horn ist für den Blog Nicks-Technik.de verantwortlich und interessiert sich für die Themen Lifestyle, Technik, Sport und Reisen. Motto: Der Weg ist das Ziel.

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